Ablauf Haartransplantation – Ihr Fahrplan zu gesundem Haar
Sie haben sich entschieden, eine Haartransplantation durchführen zu lassen, sich über die Vorteile und Nachteile informiert und wahrscheinlich zahlreiche Beiträge in sozialen Medien und Blogs zu dem Thema gelesen. Aber jetzt, wo es ernst wird, stellt sich eine sehr konkrete Frage: die nach dem Ablauf einer Haartransplantation.
Wie läuft der Eingriff also genau ab? Wie bereiten Sie sich auf die OP vor und was ist vor und nach der Transplantation besonders zu beachten? Wir geben Ihnen heute einen konkreten Fahrplan an die Hand, der alle Fragen klären wird und Ihnen klar aufzeigt, welche Schritte und Abläufe zu der Behandlung gehören.
Kurzüberblick über den Eingriff
Bei einer Haartransplantation in der Türkei werden gesunde Haare aus dem Spenderbereich entnommen und in den Empfängerbereich verpflanzt. Der Spenderbereich ist in aller Regel der Kranzbereich am Hinterkopf und den hinteren Seiten. Diese Haare sind genetisch bedingt weniger von Haarausfall betroffen. Die Haare wachsen auch nach der Transplantation eigenständig nach und sind weiterhin unempfindlich gegenüber Dihydrotestosteron (DHT), dem Hormon, das für den erblich bedingten Haarausfall verantwortlich ist.
Die Haare werden mit einem spezialisierten Werkzeug entnommen. Es handelt sich dabei nicht um ein klassisches Skalpell und es bleiben bei modernen Haartransplantationen in der Regel keine sichtbaren Narben zurück. Die Haare werden je nach Behandlungsmethode in einer Lösung zwischengelagert oder direkt in den vom Haarausfall betroffenen Bereich transplantiert. Während des Eingriffs sind Sie örtlich betäubt, sodass Sie keine Schmerzen empfinden.
Ursachenklärung vor dem Eingriff
Nicht immer ist Haarausfall auf eine genetische Veranlagung zurückzuführen, auch wenn es die häufigste Ursache für den Haarverlust ist. Deshalb ist der erste Schritt bei jeder geplanten Haartransplantation die Ursachenforschung. Eine Haartransplantation ist eine sinnvolle und dauerhafte Lösung bei genetisch veranlagtem Haarausfall. Sollte der Haarausfall allerdings auf eine Autoimmun- oder akute Hauterkrankung zurückgehen, ist zumindest eine sofortige Haartransplantation ausgeschlossen.
Auch bei Gründen, die mit dem Lebensstil zusammenhängen, biete es sich an, die Ursachen direkt anzugehen, anstatt eine Haartransplantation durchzuführen. Stress, Mangel- oder Fehlernährung und andere Faktoren können einen starken Einfluss auf den Haarwuchs haben und sollten behandelt werden, wenn sie grundlegend für den Haarverlust sind. Wenn der Haarwuchs hingegen aufgrund von Vernarbung gestört ist, ist eine Haartransplantation meist eine gute Wahl, um das Problem zu beheben.
Beratungsgespräch: Der erste Schritt zur neuen Haarlinie
Am Anfang ist das Wort. Was bereits in der Bibel steht, gilt auch für die Haartransplantation, denn am Anfang der Behandlung steht eine ausführliche Beratung, die alle Ihre Erwartungen, Fragen und individuellen Bedingungen berücksichtigt. Im Beratungsgespräch geht es neben den Ursachen auch um Ihr Behandlungsziel.
Außerdem prüfen wir die Menge und die Beschaffenheit des verfügbaren Spenderhaars und erstellen auf dieser Grundlage eine Prognose für ein mögliches Ergebnis. In diesem Rahmen stellen wir Ihnen auch frühere Vorher-Nachher Resultate von anderen Patienten vor.
Vorbereitung auf den OP-Tag
Im Rahmen des Beratungsgesprächs erfahren Sie alles, was Sie vor dem Eingriff beachten sollten. Wenn notwendig rasieren wir überdies die betroffenen Bereiche, sodass Sie sich darüber keine Sorgen zu machen brauchen. Einige grundlegende Tipps können wir Ihnen aber bereits jetzt mit auf den Weg geben.
- Nehmen Sie in den Tagen vor dem Eingriff keine blutverdünnenden Medikamente wie zum Beispiel Aspirin ein.
- Verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin.
Der OP-Tag: Haartransplantation Schritt für Schritt
Der Eingriff selbst folgt einer festen Routine. Als Erstes werden der Spenderbereich und der Empfängerbereich final festgelegt und ggf. die Haarlinie eingezeichnet. Sie haben noch einmal die Möglichkeit, Ihre Wünsche zu äußern. Dann wird Ihnen die lokale Betäubung gespritzt und die Haarfollikel werden entnommen. Bei modernen Behandlungsmethoden wie der FUE Methode und der DHI Technik werden nur einzelne Follikel entnommen, während bei der FUT Technik ganze Haarstreifen genutzt werden.
Je nach Technik werden die Grafts dann in eine Nährstofflösung eingelegt oder direkt implantiert. Durch die Lösung wird verhindert, dass die Haarwurzel Schaden nimmt. Bei der DHI Technik ist keine Kanalöffnung in einem extra Schritt notwendig und die Haare werden direkt implantiert. Wenn die FUE oder FUT Methode genutzt wird, erfolgen die Öffnung der Kanäle und die Implantation im nächsten Schritt.
Nach der OP: Heilung und Nachsorge
Nach der Transplantation prüfen die behandelnden Ärzte das Ergebnis und die Wunde. Oftmals wird Ihnen Eigenblut gespritzt, um den Heilungsprozess anzuregen. Wir geben Ihnen Pflegeprodukte und -hinweise mit, die Sie bei der Wundheilung unterstützen und untersuchen in den Folgetagen gewissenhaft den Heilungsverlauf. Wenn es in der Folge des Eingriffs zu Komplikationen kommt, sind wir weiterhin mit Rat und Tat an Ihrer Seite.

Langzeitergebnis und Geduld
Auch wenn der eigentliche Eingriff nur ein paar Stunden dauert, brauchen Sie ein wenig Geduld. Das Endergebnis ist nämlich erste nach etwa 12 Monaten zu bewundern. In der Folge des Eingriffs fallen die Haare meist aus (Shock Loss), um nach circa 3 bis 4 Monaten eigenständig zu wachsen zu beginnen. Anfangs sind die transplantierten Haare noch schwächlich und wenig voluminös, nach einigen Monaten wird das Ergebnis aber immer ansprechender. Nach 12 bis 15 Monaten schließlich sehen Sie den finalen Behandlungserfolg.