Skip links
Nahaufnahme von dichtem, gesundem braunem Haar auf einer Stirn – Symbol für gepflegtes Aussehen und Methoden, um Haarwachstum fördern zu können.

Haarwachstum fördern: Was hilft wirklich dem Haarwachstum?

Gesundes Haar wirkt vital und attraktiv. Viele wünschen sich daher, dass ihre Haare schnell wachsen und wollen Ihr Haarwachstum fördern. Im Internet und in der Welt des Marketings kursieren viele Gerüchte, welche Maßnahmen und Produkte das Haarwachstum anregen und das gesunde Haar oft über Nacht garantieren.

Damit Sie nicht den Überblick verlieren und Geld und Zeit darauf verschwenden, Produkte zu verwenden, die keinen Mehrwert bieten, haben wir Ihnen heute einen Ratgeber zusammengestellt, der Sie durch das Thema Haarwachstum leitet und mit falschen Fakten aufräumt.

Wie wächst unser Haar? Der Haarzyklus im Überblick

Das Haarwachstum ist ein Zyklus aus drei Phasen. Hierbei wachsen die Haare einen Großteil der Zeit, bevor das Wachstum stoppt und die Haare schließlich ausfallen. Haare schneller wachsen zu lassen kann nicht das Ziel einer Maßnahme sein, denn wichtiger ist, die Wachstumsphase zu verlängern und so ein größeres Haarvolumen zu gewährleisten. Hier finden Sie die drei Wachstumsphasen und ihre Charakteristiken in einer kompakten Übersicht:

Wachstumsphase Anteil der Haare in dieser Phase Dauer der Wachstumsphase Was passiert in dieser Phase?
Wachstumsphase (Anagenphase) 80 bis 90 Prozent Zwei bis sechs Jahre Es bilden sich neue Haarfollikel und die Haare wachsen. Dabei wachsen sie im Durchschnitt etwa einen Zentimeter pro Tag.
Übergangsphase (Katagenphase) Ein bis zwei Prozent Zwei bis drei Wochen Die Haarfollikel werden nicht mehr mit wichtigen Nährstoffen versorgt und sterben ab.
Ruhephase (Telogenphase) Zehn bis 15 Prozent Zwei bis vier Monate Das Haar fällt aus und darunter entstehen bei gesundem Haarwuchs neue Haarfollikel.

Bei gesundem Haarwuchs haben Sie also eine immer etwa gleichbleibende Anzahl an Haaren auf dem Kopf. Gesundes Haarwachstum kann durch verschiedene Faktoren gestört werden.

Faktoren, die das Haarwachstum beeinflussen

Das Haarwachstum wird durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst. Die wichtigsten stellen wir Ihnen hier übersichtlich und detailliert vor.

1. Genetik

Die Genetik ist ein entscheidender Faktor, was das Haarwachstum betrifft. Es ist genetisch bedingt, wie lange die Wachstumsphase andauert. Außerdem haben Menschen mit hellen Haaren zum Beispiel meist mehr, aber dünnere Haare, während dunkelhaarige Personen weniger, aber dickere Haare haben.

Sonderfall Androgenetische Alopezie

Bei der androgenetischen Alopezie (erblich bedingter Haarausfall) handelt es sich um eine genetische Veranlagung, die hauptverantwortlich für Haarausfall (überwiegend bei Männern) ist. Das Hormon Dihydrotestosteron (DHT) sorgt bei einer erblich bedingten Überempfindlichkeit dafür, dass sich die Wachstumsphase verkürzt und das Haar dünn und brüchig wird und schließlich ausfällt.

2. Lebensstil

Ausreichender Schlaf beispielsweise ist zuträglich für ein gesundes Haarwachstum und regelmäßiger Sport fördert die Durchblutung der Kopfhaut und wird empfohlen. Alkohol und Nikotin hingegen sollten Sie im Sinne Ihres Haarwachstums lieber meiden. Auch starker Stress und natürlich die Einnahme von bestimmten Medikamenten können das Haarwachstum beeinflussen.

3. Pflege

Die Art der Pflege und des Umgangs mit Haar und Kopfhaut hat einen Einfluss auf das Wachstum der Haare. Ätzende Haarfärbemittel und Stylingprodukte können sich zum Beispiel negativ auf den Haarwuchs auswirken. Ebenso können mechanische Belastung wie sehr eng gebundene Zöpfe und strenge Frisuren Schaden verursachen. Weniger Haare zu waschen oder sich seltener zu kämmen behebt das Problem hingegen nicht. Sie verlieren dann einfach mehr Haare auf einmal, da die Haare trotzdem absterben, aber eben noch nicht von der Kopfhaut gelöst werden.

Waschen Sie die Haare außerdem nicht mit zu heißem Wasser, da dies zu Reizungen der Kopfhaut führt. Regelmäßiges Scheiden der Spitzen im Abstand von sechs bis acht Wochen ist zudem ebenfalls zuträglich.

Haarwachstum fördern durch Ernährung

Wie auf fast alle körperlichen Prozesse hat die Ernährung auch einen entscheidenden Einfluss auf das Haarwachstum. Es gibt Ernährungsformen, die helfen, das Haarwachstum anzuregen, während andere eher schädlich sind. Die Haare bestehen zu circa 95 Prozent aus Keratin. Keratin ist ein Protein, zu dessen Bildung es wichtig ist, dass Sie genügend Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine zu sich nehmen. Besonders wichtig ist die ausreichende Zufuhr von:

  • Eiweiß
  • Vitamin A
  • Vitamin C
  • Vitamin D
  • Vitamin E
  • Vitamin B12
  • Eisen
  • Zink
  • Magnesium

Wir empfehlen Ihnen, eine ausgewogene Ernährung zu wählen und gesunde Fette zu bevorzugen. Das wirkt sich positiv auf das Haarwachstum und Ihre gesamte Gesundheit aus.

Hausmittel & Naturprodukte – Was ist dran?

Modernes Marketing versucht uns oftmals Wundermittel anzubieten, die angeblich alle unsere Probleme über Nacht beseitigen. Einige Hausmittel und Tricks helfen aber tatsächlich und fördern das Haarwachstum. Manche Öle wie Rosmarinöl zum Beispiel wirken sich positiv auf die Durchblutung aus. Aloe vera und grüner Tee haben ebenfalls positive Auswirkungen. Bei Koffeinprodukten gehen die Meinungen und die Faktenlage hingegen auseinander.

Infografik mit dem Titel Haarwachstum fördern: In Blumentopf-Symbolen wird der Weg von ungesundem Haar zu gesundem Haar dargestellt. Faktoren sind Lebensstil (Schlaf, Sport, Vermeidung von Alkohol/Nikotin), Pflege (milde Produkte, Spitzen schneiden), Ernährung (essentielle Nährstoffe) und medizinische Therapien (Minoxidil, Finasterid, PRP). Ziel: schnelles, starkes und gesundes Haarwachstum.
Grafik-Haarwachstum fördern

Mythen rund ums Haarwachstum – Faktencheck

Rund um das Thema Haarwachstum ranken sich eine Menge Legenden und Mythen. So ist es zum Beispiel nicht wahr, dass Vegetarier oder Veganer automatisch Haarausfall bekommen. Wichtig ist für diese Personen, dass sie besonders darauf achten, die notwendigen Nährstoffe aufzunehmen. Auch der Mythos, dass Koffeinshampoos eine medizinische Therapie ersetzen könnte, ist klar zu widerlegen. Solche Produkte sind maximal ergänzend einzusetzen.

Medizinische Therapien zur Förderung des Haarwachstums

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um das Haarwachstum medizinisch zu beeinflussen. Dazu gehören medikamentöse Behandlungen, meist mit Minoxidil (verlängert die Wachstumsphase) oder Finasterid (Unterbindet Produktion von DHT), aber auch zum Beispiel die PRP-Methode, bei der Eigenblut gespritzt wird. Hierdurch werden die Haarwurzeln angeregt.

Haartransplantation als dauerhafte Lösung

Medikamentöse Behandlungen können bei leichtem Haarausfall vorübergehend helfen. Sie stellen aber niemals eine dauerhafte Lösung dar und helfen bei stärkerem Haarausfall nicht, um kahle Stellen wieder zu befüllen. In diesem Fall ist die einzige dauerhafte und effektive Lösung eine Haartransplantation in Istanbul. Hierbei werden Ihre eigenen Haare (meist aus dem Kranzbereich) entnommen und an eine kahle Stelle verpflanzt. Dort wachsen die Haare nach einer Akklimatisierungsphase von rund drei Monaten eigenständig nach und sind nicht beeinflusst von dem Haarausfall. Eine Haartransplantation in Istanbul ist besonders bei androgenetischer Alopezie mehrheitlich die beste Wahl.

FAQs

Kann ich mein Haarwachstum wirklich beschleunigen?

Das Ziel einer Therapie ist weniger das Haarwachstum zu beschleunigen und viel mehr die Wachstumsphase zu verlängern. Das kann durch Ernährung, Pflege und medikamentöse Behandlungen befördert werden.

Welche Hausmittel helfen wirklich beim Haarwachstum?

Rosmarinöl, Aloe vera und grüner Tee haben beispielsweise alle nachgewiesen einen positiven Effekt auf das Haarwachstum.

Was tun bei Haarausfall trotz Pflege?

Wenn Ihnen das Haar trotz ausgewogener Ernährung und richtiger Pflege ausfällt, ist es wichtig, die Ursache ausfindig zu machen. In vielen Fällen handelt es sich dann um erblich bedingten Haarausfall. Sollte dies der Fall sein, ist eine Haartransplantation eine gängige Behandlungsmethode.